Wilhelm-Horz-Pokal 13. und 14.11.2021 in Wolfsburg – Silber in der Vereinswertung

Der wichtigste niedersächsische Rollkunstlauf-Nachwuchswettbewerb im Breitensportbereich fand in diesem Jahr in Wolfsburg statt. Insgesamt 17 Mannschaften entsandten ihre jungen Rollsportlerinnen und Rollsportler in den Disziplinen Pflicht- und Kürlaufen. Der RSV Einbeck reiste mit einer Mannschaft von zehn Läuferinnen und Läufern an.

Ihren allerersten Start bei einem Rollsportwettbewerb überhaupt meisterte Merle Krawietz bei den Anfänger Mädchen 2b mit Bravour und belegte in dem großen Teilnehmerfeld von zwölf Läuferinnen Rang 3. Erika Fialka zeigte bei den Freiläufer Jungen eine ordentliche Leistung, musste sich aber dem deutlich älteren Konkurrenten geschlagen geben und wurde Zweiter. Mit Lenja Nitschke, Lea Sophie Niwek und Darya Ekhardt starteten gleich drei Einbeckerinnen in dieser Saison in der nächsthöheren Leistungsklasse der Freiläufer Mädchen Gruppe 2. Alle drei waren mit viel Spaß und Einsatz dabei, hatten aber noch mit einigen Unsicherheiten zu kämpfen. Sie erreichten die Plätze 12 (Lenja), 14 (Lea Sophie) und 17 (Darya). In der Gruppe 3a lief Svea Ebbighausen eine schwungvolle Kür. Während ihr die schwierige Sprungkombination gut gelang, erreichte sie bei der Pirouette nicht die geforderte Umdrehungszahl. In einer sehr starken Gruppe mit vielen älteren Sportlerinnen wurde sie Zwölfte. Sichtlich aufgeregt nach der langen coronabedingten Wettbewerbspause starteten Clara Emilia Erdner und Sophie Henne bei den Freiläufer Mädchen 3b. Clara konnte dennoch ihre Leistung aus dem Training abrufen und wurde nach einer fehlerfreien Kür mit der Bronzemedaille belohnt. Auch Sophie zeigte trotz eines kleinen Wacklers beim Rittberger ein schwungvolles Programm und landete auf Platz 5. Für einen überraschenden Erfolg sorgte Lea Sophie Heinrich bei den Figurenläufer Mädchen 3a. Trotz eines vergessenen Pflichtelementes konnte sie mit einem guten Rittberger sowie ihren läuferischen Fähigkeiten überzeugen und gewann Bronze. Frauke Krawietz hatte es bei den Figurenläufer Mädchen 3b mit starker Konkurrenz zu tun. Aufgrund eines Sturzes bei einer vorgeschriebenen Pirouette fehlten ihr wertvolle Punkte und sie platzierte sich schließlich auf Rang 8.

Im Pflichtlaufen wuchs Erika Fialka bei den Freiläufer Jungen über seine gewohnte Trainingsleistung hinaus. Trotz eines kleinen Ausstiegs im zweiten Bogen erzielte er eine gute Bewertung und wurde Erster. Ihr Debut bei einem Pflichtwettbewerb gaben Lenja Nitschke, Lea Sophie Niwek und Darya Ekhardt in der Gruppe der Freiläufer Mädchen 2. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund der ungewohnt haftenden Eigenschaften des Bodens fanden sich Lenja und Lea Sophie durch das Einlaufen gut zurecht. Ordentlich zeigten sie die geforderten Bögen und belegten die Plätze 1 und 2. Darya hatte etwas mehr mit der Umstellung zu kämpfen und wurde nach dennoch zufriedenstellender Leistung Fünfte. Svea Ebbighausen, die bereits eine etwas routiniertere Pflichtläuferin ist, lief ihre Bögen in Gruppe 3b sehr routiniert und sicher. Klar setzte sie sich an die Spitze der Gruppe und siegte hier. Bei den Figurenläufer Mädchen Gruppe 3a punktete Lea Sophie Heinrich mit Präzision und guter Haltung. Sie stand bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podest. In einem engen Rennen um Rang 3 mischte Sophie Henne mit. Am Ende musste sie sich nach einer soliden Leistung jedoch den Läuferinnen aus Wolfsburg und Braunschweig geschlagen geben und wurde Fünfte. Große Probleme mit dem Boden hatte hier auch Clara Emilia Erdner. Im Vorlaufen fehlte ihr der Schwung, sodass sie in einem Bogen einen Ausstieg hinnehmen musste. Damit landete sie auf dem 6. Rang.

Diese vielen guten Ergebnisse bescherten dem RSV Einbeck die Silbermedaille in der Vereinswertung, die Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik zufrieden über die Leistung ihrer Schützlinge in Empfang nahm.

Schnupperkurse: neue Termine

Neue Termine für Interessierte:

  • 19.11.2021
  • 26.11.2021
  • 03.12.2021
  • 10.12.2021

Jeweils von 17.00 – 18.00 Uhr in der Turnhalle der Pestalozzischule, Einbeck. Anmeldungen per Mail an a.gielnik@t-online.de

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, Rollschuhe werden gestellt. Unkostenbeitrag jeweils €5.

Es gelten jeweils die aktuell vom Landkreis festgelegten Hygieneregeln.

Landesmeisterschaften Kür und Pflicht in Stade 17.09 – 19.09.2021

Die niedersächsischen Landesmeisterschaften im Rollkunstlaufen fanden in diesem Jahr in Stade statt. Auch der RSV Einbeck war in allen Disziplinen vertreten. Für viele Sportler*innen war es nach der langen Coronabedingten Auszeit der erste Wettbewerb, auf den sie mit Vorfreude und Motivation hintrainiert hatten.

Die Landesmeisterschaften starteten mit der Disziplin Pflichtlaufen. Hier vertrat Julius Jurkutat den RSV bei den Cup Herren. Er hatte die Wettbewerbspause für intensives Training genutzt und seine Leistung deutlich verbessert. Dies zeigte sich insbesondere in der schwierigsten Pflichtfigur, der Schlinge. Er gewann die Goldmedaille. Bei den Schüler C Mädchen zeigte Helena Fialka eine souveräne Leistung und verbesserte sich stetig von Bogen zu Bogen. Sie erlief sich Rang 1. Im Bereich der Schüler A Mädchen traten Emma Drews und Charlotte Thölke an. Nach anfänglicher Nervosität konnte Emma mit den letzten beiden Figuren überzeugen und belegte Platz 3. Mit nur knappem Punkteabstand aufgrund kleinerer Ungenauigkeiten bei den schwierigen Drehungen folgte ihr Charlotte auf Rang 4. Sie gehört jedoch in dieser Gruppe noch zum jüngeren Jahrgang, was eine hervorragende Perspektive für die nächste Saison ist. Bei den Jugend Damen präsentierte sich Julie Kretzschmar sehr überzeugend und setzte sich mit einer ausgeglichenen Leistung deutlich vom übrigen Teilnehmerfeld ab. Bei der Siegerehrung wurde sie dafür mit Gold belohnt.

Es folgten die Solotanz-Wettbewerbe. Hier begann Helena Fialka bei den Schüler C Mädchen. Im Vergleich zu den Deutschen Meisterschaften war in den Pflichttänzen eine deutliche Verbesserung zu sehen, was vorerst Platz 4 hieß. Für ihre technisch saubere Kür wurde sie vom Wertungsgericht auf dem dritten Platz eingestuft. Im Endergebnis musste sie sich jedoch knapp der Konkurrenz geschlagen geben und verblieb auf Rang 4. Einen Doppelerfolg feierten die Schüler A Mädchen. Sowohl Emma Drews als auch Charlotte Thölke konnten hier bereits in den Pflichttänzen von sich überzeugen und führten die Gruppe auf Rang 1 und 2 an. Emma konnte mit hohen technischen Leveln in ihrer Kür zum Thema „La La Land“ die Führung untermauern und auch Charlotte präsentierte ein gefühlvolles Programm. Sie bestätigte damit ihren 2. Platz. An diese tolle Leistung knüpfte Julie Kretzschmar bei den Jugend Damen an. Mit einem spritzigen Cha Cha Cha und einem ausdrucksvollen Tango übernahm sie bereits in den Pflichttänzen die Führung. Im Kürtanz interpretierte sie ein letztes Mal den „Dance Macabre“ und sicherte sich mit einem überzeugenden Auftritt den Titel. Lea-Sophie Heinrich feierte ihr Debut im Breitensportbereich der Tänzerinnen bei den Nachwuchsklasse Mädchen. Sowohl für Lea-Sophie als auch für Vereinskollegin Frauke Krawietz ging es mit dem Kleinen Walzer als Pflichttanz los. Frauke ging hier zunächst klar in Führung. Ihren Kürtanz – Frauke zu einem Swing Medley und Lea-Sophie zum Thema Startlight Express – zeigten beide sehr spritzig. Hier war das Ergebnis knapper, jedoch behielt Frauke weiterhin die Nase vorn. Sie belegten die Plätze 1 und 2.

Als einzige Einbeckerin ginge Helena Fialka in allen drei Disziplinen, so auch im Kürlaufen bei den Kunstläufer Mädchen, an den Start. Leider stürzte die junge Sportlerin zum Ende des Einlaufens unglücklich und musste mit einem gebrochenen Arm den Wettbewerb frühzeitig beenden. Emily Besel und Kimberley Mohns, die beide in der Vorbereitung gute Trainingsarbeit geleistet hatten, starteten bei den Nachwuchsklasse Damen. Emily überzeugte im Wettbewerb mit einem gelandeten Axel und Kimberley konnte mit ihren Kombinationen aus Einzelsprüngen punkten. Leider blieben sie bei den Pirouetten jedoch hinter ihren Möglichkeiten zurück, sodass schließlich die Plätze 12 und 13 herauskamen. Bei den Cup Damen, der höchsten Leistungsklasse der B-Schiene, trat Celina Wirthgen an. Sowohl die Doppelsprünge als auch die Waagepirouetten brachte sie sicher auf die Lauffläche. Mit einem mehr als knappen Ergebnis verpasste sie das Podest und erreichte Rang 4.

Im Bereich des Formationslaufens zeigte das Junioren Dream Team ein letztes Mal das Programm „Mirror, Mirror“. Nach den Deutschen Meisterschaften wurden in den technischen Elementen noch kleinere Veränderungen vorgenommen, um eine höhere Bewertung zu erreichen. Die Mannschaft zeigte eine starke Kür und belohnte sich zum Abschluss der Saison mit dem Titel. Damit verabschiedeten sich drei Sportlerinnen, die altersbedingt ausscheiden. Gleichzeitig freut sich das verbliebene Team auf eine neue Kür im kommenden Jahr und motivierten Nachwuchs, der gerne Formations-Luft schnuppern möchte.

Deutsche Meisterschaften Kür, Solotanzen und Formationslaufen 03.-07.08.2021 in Göttingen

Das Junioren Dream Team und Helena Fialka.

Nach den Deutschen Meisterschaften im Pflichtlaufen konnten nun auch die Kürläufer*innen, Tänzer*innen und Formationen ihr Können im nationalen Vergleich unter Beweis stellen. Austragungsort war die Sparkassen Arena in Göttingen, in der unter Einhaltung des Corona Konzepts an fünf Tagen und mit dem neuen Wertungssystem Rollkunstlauf auf hohem Niveau gezeigt wurde. Auch Sportlerinnen des RSV Einbeck vertraten im Solotanzen sowie in zwei Formationen den Landesverband Niedersachsen.

Helena Fialka machte bei den Schüler C Mädchen den Auftakt. Den ersten Pflichttanz lief sie noch sehr verhalten, sodass sowohl die Skating Skills als auch die Performance recht niedrig bewertet wurden. Dies rüttelte die junge Sportlerin jedoch wach und so zeigte sie den zweiten Tanz und auch die anschließende Kür deutlich schwungvoller. Leider musste sie einen kleinen Punktabzug für die Armhaltung in einem Pflichtelement hinnehmen, beendete den Wettbewerb aber auf einem zufriedenstellenden 5. Platz.

Bei den Schüler A Mädchen starteten Charlotte Thölke und Emma Drews. Beiden war anzusehen, dass sie die Corona Pause effektiv genutzt hatten, sodass sie eine deutliche Verbesserung zur letzten Saison zeigten. Emma ging nach den Pflichttänzen, dem Siesta Tango und dem Federation Foxtrott, mit einem guten 2. Platz als Ausgangssituation in den Kürtanz. Hier musste sie leider eine Konkurrentin an sich vorbeziehen lassen, konnte aber aufgrund ihres Punktevorsprungs aus den Pflichttänzen den 2. Rang im Gesamtergebnis halten. Charlotte, die nach dem ersten Wettbewerbsteil auf Rang 4 war, konnte in der Kür leider nicht ihre hervorragende Trainingsleistung abrufen. Aufgrund eines größeren Patzers wurde sie nur auf Rang 7 eingestuft. Doch auch sie profitierte aus ihrem Vorsprung in den Pflichttänzen, sodass sie den 4. Platz im Gesamtergebnis beibehielt.

Julie Kretzschmar führte bei den Jugend Damen nach den Pflichttänzen deutlich das Teilnehmerfeld an. Leider unterlief ihr in der Kür ein unglücklicher Sturz, der sie gleich zwei Punkte und somit die Führung kostete. Auch wenn die Enttäuschung groß war, zeigte die anschließende Auswertung der technischen Elemente jedoch das große Potenzial der Einbeckerin, denn vor allem in den Schlüsselstellen erreichte sie häufig die hohen Level und alle Key Points. Sie gewann die Silbermedaille

Im Formationslaufen gingen das Junioren Dream Team und das Dream Team mit Einbecker Beteiligung an den Start. Vor allem bei den Junioren war es eine sehr holprige Vorbereitung, da aufgrund urlaubs- und verletzungsbedingter Ausfälle das Programm von 16 auf zwölf Läuferinnen umgestellt werden musste. Durch diese Reduzierung erreichte das Team auch in einem Pflichtelement nicht die Mindestanforderungen, weshalb es nicht in die Wertung eingehen konnte. Trotz der Umstände zeigten die Sportlerinnen einen guten Durchlauf und holten sich den Meistertitel.

Ihnen gleich tat es das Dream Team im Bereich der Meisterklasse. Nach der langen Trainingspause war der Mannschaft noch anzumerken, dass sie noch nicht zu ihrer alten Form als amtierende Weltmeister zurückgefunden hatten. Dennoch präsentierten sie sich souverän, selbstbewusst und ließen keine Zweifel daran, dass sie an ihre erfolgreiche Saison vor der Corona Pause anknüpfen wollen und können. Auch das Dream Team gewann Gold.